Erste Hilfe

Hilfeleistung bei einem Notfall

Gesetze und Paragraphen regeln unser Zusammenleben. §323c geht über „Unterlassene Hilfeleistung“. Dort steht: Wer in Not nicht hilft, wird mit einer Geldstrafe oder Gefängnisstrafe bestraft. Jeder ist verpflichtet, anderen zu helfen, wenn er in Not ist. Wenn man selber nicht helfen kann, sollte man Hilfe holen (z.B. einen Erwachsenen).


Welche Arten von Wunden gibt es?

Platzwunde: Meist sehr starke Blutung und unregelmäßige Ränder.

Schnittwunde: Starke Blutung, je nachdem wie tief der Schnitt ist.

Risswunde: Geringe Blutung und unregelmäßige Wundränder.

Schürfwunde: Geringe Blutung, später oft starkes Nässen.

Stichwunde: Nach außen meist geringe Blutung, nach innen oft sehr starke Blutung.

Quetschwunde: Geringe Blutung nach außen, starke Blutung nach innen.

Brandwunde: Mit Flüssigkeit gefüllte Blase, starke Gewebszerstörungen.

Ätzwunde: Meist keine Blutung. Ätzflüssigkeiten zerstören das Gewebe.


Was ist bei Wunden grundsätzlich zu beachten?

Nicht berühren! Nicht auswaschen! Nicht mit Puder, Salben, Sprays oder Desinfektionsmitteln behandeln! Fremdkörper in der Wunde lassen!

Ausnahmen sind: Tierbisse und Verätzungen mit Wasser spülen und keimfrei bedecken. Bienenstachel entfernen. Zum Eigenschutz sollte man immer Einmalhandschuhe tragen.

Merke: Jede Wunde ist mit einem geeigneten Verband zu versorgen! Und denke an die Impfungen (z.B. Tetanus)!

Bei starker Blutung herrscht Lebensgefahr, durch Schmerzen kann man einen Schock kriegen, durch Infektionen einen Wundstarrkrampf. Im Notfall hilft ein Arzt.


Welche Wundverbände gibt es?

Der Pflasterwundverband: Er besteht aus einer sterilen Wundauflage mit klebenden Heftpflasterrändern zur Befestigung. Er ist besonders geeignet zur Versorgung von kleinen, schwach blutenden Wunden. Das Pflaster kann länger aufgehoben werden, wenn es kühl und trocken gelagert wird. Sonst kann es seine Klebekraft verlieren.

Verband mit Wundauflage und Heftpflasterstreifen: Bei großen Wunden, die nicht stark bluten (z.B. Schürfwunden) benutzt man eine sterile Wundauflage und Hefpflasterstreifen als Verband.
Sterile Wundauflagen sind einzeln verpackt. Wenn man sie öffnet, muss man unbedingt darauf achten, dass sie keimfrei bleiben.
Heftpflasterstreifen klebt man nicht auf die Wunde.

Verbände mit Verbandpäckchen: Das Verbandpäckchen ist das Verbandmittel, das am vielseitigsten eingesetzt werden kann. Es besteht aus einer sterilen Wundauflage und einer Mullbinde zur Festhaltung. Verbandpäckchen kann man in verschiedenen Größen kaufen. Bei einem Verband mit Mullbinden muss man immer erst eine sterile Wundauflage verwenden.
Vorsicht: Zu strenges Anlegen von Verbänden kann zu einer Stauung im Blut führen.

Wundverbände mit Dreiecktuch: Mit dem Dreiecktuch können alle Körperstellen verbunden werden. Wenn das Dreiecktuch zu einem Wundverband verwendet wird, muss die Wunde vorher mit einer keimfreien Wundauflage bedeckt werden. Dreiecktücher können offen, als Krawatte, als Tragering, als Ringpolster oder als Armtrageschlinge verwendet werden.

Wundverband bei Augenverletzungen: Ein Fremdkörper im Auge können zu brennendem Schmerz, Tränenfluss und Rötung führen. Damit sollte man zum Augenarzt oder sogar Notarzt gehen, vorher kann man das betroffene Auge aber mit einer sterilen Wundauflage bedecken und beide Augen locker verbinden.

Merke: Jeder Verband besteht mindestens aus einer sterilen Wundauflage und einer geeigneten Festhaltung.


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