Kinderrechteweg wächst weiter

 

Kinderrechteweg  wächst  weiter

In Fürth haben Grundschüler die nächste Station eines Kunstprojekts gestaltet

Stolz schauen die kleinen Künstler der Stadelner Hans-Sachs-Grundschule zu, wie Bürgermeister Markus Braun und Sponsor Andreas Landgraf das Mosaik enthüllen.

FÜRTH – Mit der Enthüllung der siebten Station ist der Fürther Kinderrechteweg wieder ein Stückchen gewach- sen.

Über 400 Stunden haben die Mädchen und Jungen der Klasse 3 a der Stadelner Hans – Sachs -Grundschule in den vergangenen Wo- chen geschuftet, um ihr Mosaik auf dem Schul- hof pünktlich zur feierlichen Einweihung fertigzustellen. Gemeinsam mit ihrem Lehrer Günter Hofmann und der Mosaikkünstlerin Margaretha Mayr machten sie sich daran, das Grundrecht der elter- lichen Fürsorge nach eigenen Entwürfen gestalterisch umzuset- zen.

In mühevoller hand- werklicher Kleinarbeit haben sie dabei ganz nebenbei ihren Schul- hof verschönert.

Sie wählten für das vorgegebene Thema Beispiele aus der Tierwelt:

So ist etwa eine Elefantendame zu sehen, die ihr Baby mit Wasser bespritzt, ein Zebra beim Säugen des Nachwuchses, ein voll besetztes, quickleben- diges Amselnest, Pingu- ineltern mit ihren Kleinen sowie eine watschelnde Entenfamilie.

Mit dem Kinderrechte- weg will das Netzwerk Kinderfreundliche Stadt die Ziele der UN- Kinderrechtskonvention bekannt machen.

„Tiere sind in Deutsch- land gemäß Grund- gesetz besser geschützt als Kinder“, sagte die Netzwerk-Vorsitzende Maria Fontana-Eberle bei der Einweihung des Mosaiks. Bürgermeister Markus Braun wies bei dieser Gelegenheit darauf hin, dass die elterliche Fürsorge zwar als selbstverständlich betrachtet wird, diese aber oft nicht verwirklicht wird. „Es ist wichtig, dass wir starke Kinder haben, aber dazu brauchen wir auch starke Eltern.“

Der Weg soll in den nächsten Jahren er- weitert werden.

Schüler verschiedener Schulen haben bereits Skulpturen zum Recht auf Gesundheit, auf Bildung, auf Gleich- heit, auf freie Mei- nungsäußerung, auf Spiel und Freizeit sowie auf besondere Fürsorge bei Behinderung gefer- tigt.

Hans Winckler

SONNTAGSBLITZ

28. Juli 2013

 

 


10 Kinderrechte

  1. Alle Kinder haben die gleichen Rechte. Kein Kind darf benachteiligt werden.
  1. Kinder haben das Recht, gesund zu leben, Geborgenheit zu finden und keine Not zu leiden.
  1. Kinder haben das Recht, bei ihren Eltern zu leben. Leben die Eltern nicht zusammen, haben Kinder das Recht, beide Eltern regelmäßig zu treffen.
  1. Kinder haben das Recht, zu spielen, sich zu erholen und künstlerisch tätig zu sein.
  1. Kinder haben das Recht, zu lernen und eine Ausbildung zu machen, die ihren Bedürfnissen und Fähigkeiten entspricht.
  1. Kinder haben das Recht, bei allen Fragen, die sie betreffen, sich zu informieren, mitzubestimmen und zu sagen, was sie denken.
  1. Kinder haben das Recht, dass ihr Privatleben und ihre Würde geachtet werden.
  1. Kinder haben das Recht auf Schutz vor Gewalt, Missbrauch und Ausbeutung.
  1. Kinder haben das Recht, im Krieg und auf der Flucht besonders geschützt zu werden.
  1. Behinderte Kinder haben das Recht auf besondere Fürsorge und Förderung, damit sie aktiv am Leben teilnehmen können.